19.03.2009
Gesundheit am Bau
Die Bauwirtschaft ist bemüht, präventiv gegen körperliche Schäden und Sicherheitsrisiken ihrer Mitarbeiter am Bau vorzugehen. In Kooperation mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (Auva) und allen BauAkademien in Österreich werden schon seit 2001 von der Bundesinnung Bau immer wieder Schulungsprogramme und Weiterbildungen im Rahmen des ganzheitlichen Ausbildungsmodells „Baufit“ angeboten, die dem Schutz der Mitarbeiter dienen.
Auch 2009 werden weitere Ausbildungsreihen im Rahmen von Baufit durchgeführt. Aktuell wird vor allem auf die Sicherheit der Maurer und Maurerlehrlinge besonderes Augenmerk gelegt. Da der Beruf des Maurers körperlich sehr anspruchsvoll ist – ein Maurer verarbeitet pro Tag bis zum 100fachen seines eigenen Körpergewichtes – sind Vorsichtsmaßnahmen und die richtigen Bewegungsabläufe hilfreich, körperlichen Schäden vorzubeugen und Verletzungsgefahren zu minimieren.
Unterstützung
Bei dem Baufit-Schulungsprogramm für Maurer werden individuelle Übungen aufgezeigt und durchgeführt, die auf die speziellen Tätigkeiten eines Maurers auf der Baustelle und in seinem täglichen Arbeitsablauf abgestimmt sind. Die Ausbildungsreihe konzentriert sich dabei in hohem Maß auf die Maurerlehrlinge. Die jungen Maurer sollen schon während ihrer Ausbildung auf die Notwendigkeit dieser Sicherheitsmaßnahmen aufmerksam gemacht werden.
Sowohl eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Themenschwerpunkt, wie auch praktische Übungen sind Teil des KursÂprogramms. Theoretisch werden beispielsweise anatomischer Erläuterungen im Kurs erörtert. Der Schwerpunkt wird aber vor allem auf die praktischen Übungen gesetzt. Diese Übungen können und sollen die Lehrlinge bei ihrer täglichen Arbeit am Bau direkt umsetzen. Hilfsmittel im Unterricht wie etwa Kübel oder Maurerfäustel werden von den Trainern als Übungsgegenstände verwendet, um die konkreten Bewegungsabläufe an den typischen Arbeitsgeräten zu demonstrieren.
Auf die individuelle Unterstützung des Trainers für jeden Teilnehmer wird in den Kursen besonderer Wert gelegt: Der Trainer widmet sich jedem einzelnen Teilnehmer und gibt nützliche Tipps und Tricks, die die Lehrlinge nicht nur während der Arbeit, sondern präventiv auch in ihrer Freizeitgestaltung unterbringen können, wie etwa beim Sport und diversen Übungen im Fitnessstudio.
Diana Danbauer
aus: bauzeitung 11/09, S. 14

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