klima:aktiv
24.03.2009
Know-how für Hightech-Produkt Gebäude
Die Anforderungen an die Bauwirtschaft steigen zusehends. Niedrigenergie-, Niedrigstenergie- und Passivhaus – längst sind Gebäude „Hightech-Produkte“. Im Rahmen des klima:aktiv-Programmes – eine gemeinsame Initiative der Bauwirtschaft und dem Lebensministeriums – startet nun auch das Bildungsprogramm der BauAkademien durch.
Jeder kleine Fehler hat Folgen
„Grundsätzlich sind die Betriebe gut gewappnet. Aber auch die Mitarbeiter und Facharbeiter müssen sich mit der Thematik eingehend auseinandersetzen. Energieeffizientes Bauen beginnt schon bei der Kundenberatung“, präsentiert Harald Kopececk, Bundesgeschäftsführer der Österreichischen BauAkademien, das neue Bildungsangebot.
„Energieeffiziente Gebäude: Beraten, Planen und Bauen“ heißt der neue Lehrgang, der in Oberösterreich bereits großen Anklang gefunden hat und derzeit in der Steiermark und in Tirol läuft. Das kompetente Referententeam, allesamt Spezialisten für Niedrigstenergie- und Passivhäuser, zeigen praxisnahe, wie richtig geplant und gebaut wird. Wertvolle Informationen für jeden, der mit der Materie zu tun hat. Kopecek: „Heute wirkt sich jeder noch so kleine Fehler gravierend aus. Der kann aber durch das entsprechend vertiefte Wissen, das wir vermitteln, vermieden werden.“ Mehr als 50 Personen – in Alter und Beruf bunt zusammengemischt – haben in der BauAkademie BWZ in Steyregg das Bildungsprogramm bereits erfolgreich absolviert. Die Teilnehmer stellen den Vortragenden in ihrem Feedback ein ausgezeichnetes Zeugnis aus.
Breitgefächertes Bildungsprogramm
Das Bildungsangebot im Detail: Im dreiteiligen Hauptlehrgang werden in insgesamt sieben Tagen die Basics, „Beratungsgrundlagen“, „Planen und Entwerfen“ sowie „Details und Ausführung“, vermittelt und das erhaltene Know-how mit einer Abschlussprüfung bestätigt. Exkursionen und die Arbeit an realen Projekten runden den praktischen Teil ab.
Im zweitätigen, vertiefenden Modul – im April in der Steiermark und Tirol angeboten – dreht sich alles um die Sanierung: Nicht nur Analyse und Diagnose von Bauwerken sowie die Umsetzung von Wärmedämmung und Luftdichtheit steht auf dem Lehrplan, auch Förderungen, Wirtschaftlichkeit und Kostenschätzung sind wichtige Themen. Weitere drei, einzeln buchbare Ergänzungsseminare behandeln die Themen „Energieausweis“, „PassivHausProjektierungsPaket – PHPP 2007“ und „Niedrigenergie- und Passivhaus – speziell für Facharbeiter und Poliere“.
Die österreichischen BauAkademien wollen das Bildungsangebot rund ums Thema energiesparende Bauweise auch noch weiter ausbauen. Kopececk zu den Plänen: „Ergänzend werden wir weitere Groß- und Informationsveranstaltungen anbieten.“ Der Schwerpunkt liegt besonders auf dem ausführenden Gewerbe. Aber der Bundesgeschäftsführer schränkt ein: „Natürlich muss auch der Planer mitdenken, damit alles funktioniert.“
Als informativ, gerade bei der so wichtigen Kundenberatung, erweist sich auch die neue Informations-DVD „klima:aktiv – Klimaschutz beim Bauen & Sanieren“ der Österreichischen Energieagentur. Die digitale Broschüre liefert auf den Kunden zugeschnittene Details zu den Themen Planung, Innenausbau, Energiegewinnung, Energiesparen sowie Finanzierung und Förderung.
Helmut Melzer
aus: bauzeitung 12/09, S. 14

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